Netzwerk für Dialog und Menschenrecht schließt sich Aufruf der Priesterbruderschaft St. Pius X. zur Mahnwache an

16Jul09

HERR, ich weiß, dass deine Urteile gerecht sind; in deiner Treue hast du mich gedemütigt. (Ps. 119, 75)

In Anerkennung der Gefahr der Minderung der von Gott in die Natur des Menschen gelegten Würde sowie der Erniedrigung der Würde anderer Menschen durch die Nutzung der Freiheit zum Bösen, schließt sich das am 4. Juli 2009 in Berlin gegründete Netzwerk für Dialog und Menschenrecht hiermit dem Aufruf der Priesterbruderschaft St. Pius X. zur Mahnwache gegen den als „Christopher-Street-Day“ bezeichneten unsittlichen Aufstand der Unanständigen am 1. August in Stuttgart an.

Mit unserer Teilnahme an der Mahnwache protestieren wir gegen die von der breiteren Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt durch Justizministerin Fräulein Brigitte Zypries (SPD) im Verbund mit dem Lesben- und Schwulenverband e. V. vorangetriebene Erweiterung von GG Art. 3 Abs. 3 um eine als unveränderlich angenommene „sexuelle Identität“.

Wir erkennen in diesem Vorhaben die Absicht einer Kontaminierung des Grundgesetzes mit einem hedonistischen Ideologem, dessen Kern die Leugnung der menschlichen Freiheit ist und sehen daher nicht nur das Sittengesetz, sondern auch wesentliche Teile der verfassungsmäßigen Ordnung bedroht, die sich das Deutsche Volk auf dem Gebiet der westlichen Besatzungszonen im Jahre 1949 in Verantwortung vor Gott und den Menschen gegeben hatte und das seit Oktober 1990 in gleicher Weise für das gesamte Deutsche Volk gültig ist.

Als Beleg für die gleichermaßen gegen die menschliche Freiheit und die verfassungmäßige Ordnung gerichtete Absicht der Befürworter dieses Gesetzesvorhabens verweisen wir auf die erschreckenden Ereignisse rund um den 6. Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge in Marburg im Mai diesen Jahres. Tagelang unwidersprochen diente hierbei die diesbezüglich bereits auf Ebene der Europäischen Union vorhandene Gesetzgebung als Rechtfertigungsgrund für zahllose Sachbeschädigungen und Gewalttaten, die wesentlich mit dazu beitrugen, die im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung garantierte Freiheit der Meinung und der Wissenschaft auszuhebeln. An dieser unverantwortlichen Störung des öffentichen Friedens waren auch viele nahmhafte Politiker beteiligt, so etwa Herr Volker Beck (Grüne) der zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelte und sich dabei seines Bekenntnisses zu diesem freiheitsfeindlichen Ideologem bediente.

Der Beweis gegen die Unveränderbarkeit einer homosexuellen Identität und damit für die menschliche Freiheit ist die Biographie des in der Russisch-Orthodoxen Kirche als Heiligen verehrten Seraphim Rose. Der von 1934 bis 1982 in Kalifornien lebende und erst im Jahre 2008 kanonisierte Rose war lange, lange Jahre homosexuell, bevor er durch die Gnade Gottes den Glauben an Jesus Christus, den Erlöser, fand. Menschen, denen diese Gnade nicht zuteil wird, können nicht als Beweis gegen die menschliche Freiheit herhalten, weil auch sie von ihrer Freiheit Gebrauch machen, wenn sie sich entscheiden, nicht nach Gott zu suchen.

Daneben stellen wir fest, daß die falsche Behautpung eines „NS-Vergleiches“ im Sinne StGB §130 wegen des zweifellos lobenswerten Andenkens der Priesterbruderschaft an diejenigen als Vorbilder für heute, deren Sehnen und Handeln während der Zeit der NS-Tyrannei auf die „sittliche und religiöse Erneuerung unseres Volkes, für die Überwindung von Hass und Lüge“ mit dem Christentum als Grundlage gerichtet war und denen dafür die Krone des Lebens gegeben wurde, eine mutwillige Fehldeutung und Profanisierung der bald 2000-jährigen Glaubenstradition der Heiligenverehrung in der Kirche Jesu Christi ist.

Weil uns bewußt ist, daß man diese zur Normalität gewordene Praxis der mutwilligen Fehldeutungen auch auf unseren Aufruf anwenden wird, sagen wir schon jetzt, daß wir gerne zum Dialog über alle hier angesprochenen Fragen bereit sind und bitten in Demut um Gottes Segen für alle, die diese Erklärung lesen.

Amen.

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4 Responses to “Netzwerk für Dialog und Menschenrecht schließt sich Aufruf der Priesterbruderschaft St. Pius X. zur Mahnwache an”

  1. 1 Gerhard

    Sexuelle Prägung

    Als „Beweis“ für die Veränderbarkeit einer sexuellen Orientierung wird hier der in der
    Russisch-Orthodoxen Kirche als Heiliger verehrte Seraphim Rose genannt, der „lange Jahre homosexuell“ war, bevor er Christ wurde. W i e er seine Homosexualität gelebt hatte, wird nicht erwähnt. Homosexuell zu sein bedeutet zunächst einmal, Liebe und Zuneigung zu einem gleichgeschlechtlichen Partner zu erleben. Diese Liebe und Zuneigung kann von einem homosexuellen Menschen genau gleich erlebt werden, wie ein heterosexueller Mensch solche Liebe und Zuneigung erlebt.
    Ob jemand seine Sexualität ungezügelt und maßlos „auslebt“ oder ob er sie in eine von Liebe und Treue geprägte Partnerschaft integriert, ist durch seine sexuelle Prägung (homo- oder heterosexuell) keineswegs vorgegeben, sondern ist wesentlich dadurch bestimmt, welche ‚Werte“ ihm in seinem Lebensumfeld, z.B. einem christlichen Elternhaus, vermittelt wurden. Auch als homosexuell geprägter Christ kann man Liebe und Partnerschaft in Dankbarkeit Gott gegenüber erleben!

    • 2 antifo

      Ich urteile äußerst ungern über den Glauben von Personen, die ich nicht persönlich kenne oder mit denen ich nicht wenigstens einen gewissen Austausch über entsprechende Fragen hatte. Nach meinen bisherigen Erfahungen sind die Glaubenszeugnisse von Homosexuellen nicht allzu überzeugend. Damit will ich nicht sagen, daß Sie kein Verhältnis zu Gott hätten. Ich will auch nicht in Abrede stellen, daß Sie ein von Liebe geprägtes Verhältnis mit Ihrem Partner haben. Ich weiß nur eben, daß gerade Protestenanten ein oftmals sehr beschränktes Glaubensverständnis haben.

  2. 3 Analytiker

    „Homosexuell zu sein bedeutet zunächst einmal, Liebe und Zuneigung zu einem gleichgeschlechtlichen Partner zu erleben. Diese Liebe und Zuneigung kann von einem homosexuellen Menschen genau gleich erlebt werden, wie ein heterosexueller Mensch solche Liebe und Zuneigung erlebt.“

    Nein, das bedeutet es nicht. Homosexuell zu sein bedeutet zunächst einmal, sich dem Schöpfungsauftrag: „Wachset und mehret euch und erfüllet die Erde“ von Grund auf zu versagen. Dieses Recht mag durchaus jeder Mensch besitzen, aber Homosexualität kann niemals „gleich“ sein, weil sie niemals gesellschaftsrelevant ist oder dem Fortbestand des Menschengeschlechts dienen kann. Homosexualität ist ein Abstellgleis – mehr nicht. Und als solches muß es auch betrachtet werden, das bedeutet, daß ihr nicht mehr Wichtigkeit zuzumessen es als sie verdient hat. Man muß staunen, mit welch merkwürdigen Argumenten die Homosexuellen (und ihre Steigbügelhalter) immer wieder weiter an der Zersetzung der Gesellschaft und der Familie arbeiten wollen.

  3. 4 Gerhard

    Hallo Antifo, wen Du homosexuelle Christen kennenlernen willst, dann empfehle ich Dir die Homepage von Zwischenraum (www.zwischenraum.net). (Das soll natürlich nicht heißen, dass es nur dort schwule und lesbische Christen gibt.)

    Zu Analytiker möchte ich sagen, dass seine Antwort die Antwort eines Theoretikers ist, der nicht nachvollziehen kann, was ich oben sagte. Wenn Ehepartner einen „Schöpfungsauftrag“ erfüllen, dann werden sie das in Liebe zueinander tun und nicht als „Gehorsamsübung“!
    Wer Kinder lediglich aus „Gehorsam“ einem Schöpfungsauftrag Gottes gegenüber zeugt, ohne gleichzeitig den – andersgeschlechtlichen – Partner im umfassenden Sinne zu lieben, der mag damit vielleicht der Lebensphilosophie von Analytiker entsprechen, mehr aber auch nicht. Dem Partner bzw. der Partnerin gegenüber, den bzw. die er nicht liebt, würde er damit eine Schuld auf sich laden.


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