Die rosa Revolution des Fräulein Zypries und das Reichsschulgesetz

19Jul09

Sprecht ihr in Wahrheit Recht, ihr Mächtigen? Richtet ihr in Gerechtigkeit die Menschenkinder? Nein, mutwillig tut ihr Unrecht im Lande, und eure Hände treiben Frevel. (Ps. 58, 2)

Befürworter des Gesetzesvorhabens zur Erweiterung von GG Art. 3 Abs. 3 um eine als unveränderlich angenommene “sexuelle Identität” argumentieren gern, es gehe ja nur darum, daß Homosexuelle in „praktischen Belangen“ nicht diskriminiert werden dürften. Wer könnte da schon dagegen sein?

Welchen Umfang diese „praktischen Belange“ annehmen, läßt sich anhand der Pressemitteilung des Bundesvorsitzenden der Schwusos Ansgar Dittmar (SPD) vom 16. Juli ermessen, in der dieser auch die Teilnahme von Justizministerin Fräulein Brigitte Zypries (SPD) am als „Christopher Street Day“ bezeichneten Aufstand der Unanständigen in Frankfurt/Main ankündigte.

Darin heißt es „die Landesregierungen“ zeigten „massive Schwächen“ im „Kampf gegen die Homophobie“, weshalb „die Schulleitungen, die Schulverwaltungen und insbesondere die Kultusministerien versagen“ würden. Um Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen verweist Herr Dittmar auf nicht näher genannte Studien, gemäß denen „das Thema Homosexualität“ an Schulen „frühzeitig aufgegriffen“ und in einem „diskriminierungsfreien Raum behandelt“ werden müsse, weshalb er dann eine „spezifische Lehrerfortbildung und einen klaren Auftrag an die Schulen“ fordert.

Diese im Gewand einer politischen Forderung daherkommende Kriegserklärung richtet sich gegen jeden, der das hedonistische Ideologem einer unveränderlichen „sexuellen Identität“ ablehnt. Schon heute genügt allein der natürliche Impuls sich nicht vorschreiben lassen zu wollen, was man zu denken hat, um zum Opfer des „Kampfes gegen die Homophobie“ zu werden. Bei „Homophobie“ handelt es sich um einen politisch-ideologischen Kampfbegriff mit Heilsanspruch, der geschichtliche Vergleiche geradezu heraufbeschwört.

Zur Orchestrierung dieser an unseren Schulen nach Ansicht der Schwusos nun also zu veranstaltenden Hexenjagden – Herr Dittmar würde von „behandeln“ sprechen – wünscht man sich einen mit öffentlichen Geldern ausgestatteten „Wächterrat“, der daran arbeiten soll, diesem freiheitsfeindlichen Ideologem ein wissenschaftliches Mäntelchen umzuhängen. Der Aktionismus der von fleischlichem Drang getriebenen Protagonisten läßt befürchten, daß sich die rosa Revolution gegen das womöglich potenzschädigende Reden von der menschlichen Freiheit nicht aufhalten lassen wird. Es ist kaum mehr, als eine Frage der Zeit, bis es unter dem Banner Brüsseler EU-Vorgaben zum orgiastischen Handschlag zwischen der blinden Wut gegen unsere verfassungsmäßige Ordnung und dem von Karrieredenken beförderten Mitläufertum kommt.

Umso wichtiger wird es dann werden, auf die Einhaltung der Menschenrechte zu bestehen und Verstöße gegen den UN Zivilpakt, der Kindern eine religiöse und sittliche Erziehung in Übereinstimmung mit den Überzeugungen ihrer Eltern zusichert, nicht mehr zu tolerieren. Trotzdem die Bundesrepublik dieses Menschenrechtsabkommen schon im Jahre 1973 ratifiziert hat, kommt es immer wieder zu gravierenden Verstößen. So mußten die Eltern von fünf Kindern aus dem Schwäbischen im Frühjahr diesen Jahres in den USA politisches Asyl beantragen, weil man sie daran hinderte, ihre Kinder daheim ordentlich zu unterrichten, statt sie in der Schule „behandeln“ zu lassen. Das Gesetz, auf das sich die Behörden dabei berufen, geht auf das im Jahre 1938 erlassene Reichsschulpflichtgesetz zurück.

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