Sind Homosexuelle Kinder Gottes?

05Aug09

Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. (1. Kor. 3, 6)

Befürworter des Gesetzesvorhabens zur Ergänzung von GG Art. 3 Abs. 3 um das hedonistische Ideologem einer „sexuellen Identität“ bedienen sich gern einzelner Metaphern der Heiligen Schrift, um Gläubige, die sich dagegen stellen, zum Schweigen zu bringen.

So wollten etwa bei der Mahnwache gegen den unsittlichen Aufmarsch der Unanständigen am 1. August in Stuttgart Homosexuelle glauben machen auch sie seien Kinder Gottes.

Provokateur bei der Mahnwache - ein Kind Gottes?

Schwuler Provokateur bei der Mahnwache - ein Kind Gottes?

„Damit nicht das Wort Gottes verlästert werde“ (Tit. 2, 5), ist es notwendig, diese Volte genauer zu untersuchen.

Homosexuelle haben die Kindschaft nicht

Die Kindschaft ist ein fest stehender Begriff in der Heiligen Schrift: Gal. 4, 1-7. Sie als Gnade empfangen zu haben bedeutet gleichzeitig, sich aus der Knechtschaft der Mächte der Welt befreit zu haben. Wenn jemand derart im Fleische gefangen ist, daß er in schwerer Sünde lebt, so hat er die Kindschaft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eben nicht.

Ausschluß der Unzüchtigen aus der Gemeinde

Im ersten Korintherbrief schreibt der Apostel Paulus im fünften Kapitel Ausschluß der Unzüchtigen aus der Gemeinde, „daß ihr nichts zu schaffen haben sollt mit den Unzüchtigen“ und man nicht mal „mit ihnen essen“ soll.

Gesetze gegen Unzucht sind notwendig

Zu Beginn des Briefes an Timotheus schreibt Paulus im Abschnitt Gegen die falschen Gesetzeslehrer dann „wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht gebraucht, weil er weiß, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern“ u.a. den „Unzüchtigen“. Damit bestätigt er den Sinn gesetzlicher Regelungen gegen die Unzucht im Allgemeinen.

Nächstenliebe gebietet den Verweis auf Gottes Gebote

Im Hebräerbrief steht unter Letzte Ermahnungen im dreizehnten Kapitel dann: „Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt. Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; denn die Unzüchtigen und die Ehebrecher wird Gott richten.“

Bei diesen Gefangenen handelt es sich freilich um diejenigen, die noch in der Knechtschaft leben, weil sie die Kindschaft noch nicht empfangen haben. Diese Gefangenen der Mächte der Welt auf die Gebote Gottes hinzuweisen und sie vor Gottes Gericht über sie (Offb. 21, 8 ) zu warnen ist daher ein Gebot der Nächstenliebe.

Kann Liebe schimpfen?

Natürlich kann sie das. Väterliche Liebe tut genau das. In 1. Kor. 13, 1 schreibt Paulus: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.“

Wo der in Sünde Gefangene nicht auf den Weg der Freiheit von der Knechtschaft verwiesen wird, kann keine Liebe sein, denn „die Liebe … freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit … sie hofft alles.“ (1. Kor. 13, 6 )

Auch wenn diese Liebeshoffnung unerfüllt bleibt und der Gefangene nicht den Weg zur Freiheit findet, so darf das Gesetz gleichwohl nicht verleugnet werden. Wo dies aber geschieht, kann es auch angemessen sein zu schimpfen. Wenn die klingende Schelle das Gesetz nicht verteidigen kann, dann braucht es den Schall der Glocke eben.

Pummerin der Domkirche St. Stephan zu Wien

Pummerin der Domkirche St. Stephan zu Wien

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One Response to “Sind Homosexuelle Kinder Gottes?”

  1. 1 Jürg Rückert

    CSD Stuttgart 1.8.09
    Am 1.8. nahm ich am Gebetstreffen der Piusbruderschaft auf dem Marienplatz in Stuttgart teil. Ein Platz ohne Marienstatue, modern gestaltet. Wahrscheinlich heißt er später Volker-Beck-Platz.
    Vom Bischofssitz der Diözese Rottenburg-Stuttgart ließ sich kein schwarzes Tuch sehen, vermutlich hatte man zum CSD ein weißes gehisst (Nur ein Dyba ließ die Glocken läuten am Fest der Unschuldigen Kinder. War er der einzige Bischof in Deutschland?).
    Ein orthodoxer Priester mit seiner kleinen Truppe gesellte sich zeitweilig dazu.
    Gleich beim Auspacken von Transparenten flogen Eier und Farbbeutel.
    Ohne Polizeischutz wäre das Gebetstreffen nicht möglich gewesen. Wo Toleranz war und wo Hass und Gewalt konnte jeder an den Gesichtern ablesen.
    Da kamen die Faxenheinis (in der Hoffnung zu verunsichern oder lächerlich zu machen -machten aber nur sich selber lächerlich). Ein schmallippiger Fäustedroher und ein Hose-herunter-Hopser (beide von Polizei entfernt) folgten. Ein anderer belverte wie ein falscher Hirtenhund um den Kreis der Betenden.
    Als der Chor der Verirrten sich ankündigte, begann die Schar den schmerzhaften Rosenkranz zu beten. Das dumpfe Dröhnen des Zuges nahm zu, ein ansteigendes Pfeifen und Gellen folgte, dazwischen das Schrillen von Polizeifahrzeugen und Feuerwehren – es war ein wahres Höllenspektakel. Mir kam die Szene in den Sinn, als Bernadette Soubirous in Lourdes vor ihrer ersten Begegnung mit der Gottesmutter am Flüsschen Save saß: Lärmen und Kreischen, packt euch, der Teufel soll euch holen … Der Zusammenprall von Himmel und Hölle war körperlich fühlbar.

    In meinem Kopf entsteht allmählich eine klare Trennung zwischen Amtskirche und Bekennerkirche, zwischen „Vereidigten“ und „Eidverweigerern“, einer Staatskirche und einer Untergrundkirche. Die eine hängt an den Zitzen des Staates, die andere wird von ihren Gläubigen getragen. Die eine wird von einem Rot-Rot-Grünen Staat verachtet, am Ende mittellos ausgetrieben oder völlig geknechtet werden, die andere bleibt treu und auch in Gefängnissen „eigentümlich frei“. Aus der Piusbruderschaft, vom Opus die, von der CM u.a. wächst neuer Weizen nach.


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