Was ist konservativ?

19Sep09

Im Folgenden einige Ausführungen aus dem Artikel Warum „konservativ“, was heißt „antimodern“, welcher „Niedergang“? in der Online-Zeitung Kassandra, die zur Reflexion über den Begriff „konsverativ“ anregen mögen:

Das „konservativ“ in unserem Motto bezieht sich nicht auf die Werte, die die Staatsphilosophen der Gegenrevolution zu Beginn des 18. Jahrhunderts „konservieren“ wollten. Anders als Bonald, Cortés, de Maistre & Co. sehen wir eine demokratische Staatsform einer autokratischen überlegen. Vielmehr ist die spezifisch europäische Mélange aus antikem Erbe, christlicher Tradition und der Aufklärung gemeint, welche wir erhalten, d.h. konservieren wollen.

Warum?

Dafür gibt es keine Begründung. Wir wollen unsere Kultur nicht als anderen überlegen darstellen. Wir wollen sie einfach um ihrer selbst erhalten, so wie jede menschliche oder tierische Existenz nach ihrer Selbsterhaltung strebt. „Ein Staat, d.h. die politische Einheit eines Volkes, existiert“, schrieb Carl Schmitt 1928 dazu, „ist einer Rechtfertigung, Rechtmäßigkeit, Legitimität usw. so wenig fähig, wie in der Sphäre des Privatrechts der einzelne lebende Mensch seine Existenz normativ
begründen müsste oder könnte“.

Die WWF begründet unseres Wissens nach nicht, weshalb sie mit riesigem Aufwand die Existenz des Berggorillas zu sichern sucht. Es scheint sich für die meisten aber auch von selbst zu verstehen, da die Vielfalt des Lebens als Reichtum angesehen wird. Auch das Aussterben von traditionellen Sprachen, Religionen, Kulturen, Volksstämmen wird oft genug beklagt und zu verhindern versucht, europäische Organisationen setzen sich für deren Fortbestand ein, nur die europäischen Kulturen selbst haben anscheinendkein Recht darauf.

Dagegen wehren wir uns.

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2 Responses to “Was ist konservativ?”

  1. Die Definition ist hervorragend, leider im Schluss rechtfertigend.
    Mein Leitgedanke dazu kurz und bündig:
    Bewahrung der Natur, Heimat, der christlichen Werte (im GG vorhanden), sowie der kategorische und nationale Imperativ.

    Darüber hinaus war die preußische Staatsform beispielgebend. Eine derart reformierte nach modernen Erkenntnissen wäre ein wahre Segen für Europa und Deutschland im Besonderen.
    Gruß allen Aufrechten

  2. Für eine nicht rechtfertigende Definition empfehle ich die auf Aristoteles‘ Lehre von den Staatsformen aufbauenden Erörterungen in den ersten drei Kapiteln von

    https://dialogundmenschenrecht.wordpress.com/bucher/das-nationale-manifest/

    Der Rest liest sich für gleichgeschaltete Bundesrepublikaner mitunter ein wenig bedrohlich. Nur muß man sich davon ja nicht alles zueigen machen 😉

    Begreift man unsere aus der Aufklärung hervorgegangene Geisteskultur als Teil der Tradition, dann lassen sich damit auch ein Großteil des deutsche Idealismus rechtfertigen, dem ich als Christ doch ein wenig skeptisch gegenüber stehe. Fakt ist aber, daß eben auch das zu Deutschland gehört.

    Gott mit uns!


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