Wer oder was ist ein Deutscher?

25Sep09

Die Benennung der Berliner NPD eines „Ausländerrückführungsbeauftragten“ und eine Briefkampagne hat für Erregung gesorgt, bei der davon die Rede ist, daß auf „rassistischen Ressentiments“ aufgebaut werde. So will es die Amadeu-Antonio-Stiftung sehen, die seit Ausrufung des seither mit Steuergeldern geführten „Kampfes gegen Rechts“ – anläßlich des ja von Arabern begangenen Brandanschlages auf eine Synagoge in Düsseldorf am 3. Oktober 2000 – der Hauptprofiteur des einseitigen Vorgehens gegen politischen Extremismus ist und sich beim Vorgehen gegen islamisch motivierten Antisemitismus – ihrer eigenen Befangenheit wegen! – als unfähig erweist.

Leider gibt es auf Seiten der Union nicht mehr als eine Handvoll Aufrechte, die angesichts linksterroristischen Angriffe auf ihre eigenen Mandatsträger – die mit eben diesem „Kampf gegen Rechts“ gerechtfertigt werden – immerhin auf Richtung eines analogen Vorgehens gegen Linksextremisten hinarbeiten.

Nachdem diese famose Stiftung nun auch gegen gläubige Christen zu Felde zieht, wenn sie, angesichts der Verfolgung ihrer Glaubensbrüder, z.B. im Iran, zurecht auf grundsätzliche Probleme mit dem Islam als einer Religion mit politischer Agenda hinweisen, und der Unzulänglichkeit „der“ Menschenrechte in der praktischen Auseinandersetzung mit dieser Verfolgung, muß die Änderung des bundesdeutschen Staatsangehörigkeitsrechtes unter Schröder (SPD)/Fischer (Open Society) vom Januar 2000 rückblickend als Fehler bezeichnet werden.

Auch wenn das der deutschen Tradition entsprechende Abstammungsprinzip nicht ideal sein mag, so ist es immer noch das Beste, was es unter vielen schlechten Varianten gibt. Ansonsten muß als entscheidend angesehen werden, ob sich jemand als Deutscher bekennt!

Wenn einer etwa aus Namibia kommt und rabenschwarz ist, weil er von Hereros und Deutschen abstammt, so ist er Deutscher, wenn er sich als Deutscher fühlt und sich dazu bekennt. Wenn er sich aber als Herero fühlt und daher wie ein Herero argumentiert, dann ist er ein Herero.

Deutscher ist man im Herzen!

Dort und nur dort kann man das eigentlich Deutsche fest machen.

Sehr schön ausgedrückt findet sich dieser Gedanke dieser Strophe des Liedes Was ist des Deutschen Vaterland das 1813 von Ernst Moritz Arndt verfaßt wurde:

Das ist des Deutschen Vaterland,
wo Eide schwört der Druck der Hand,
wo Treue hell vom Auge blitzt
und Liebe warm im Herzen sitzt.
Das soll es sein! Das soll es sein!
Das wackrer Deutscher, nenne dein!

Es ist aus diesem Grund, daß eine Regelung, die Türken die bundesdeutsche Staatsbürgerschaft hinterherwirft, nun mal falsch ist: Wer nicht selbst den Drang hat, die deutsche Sprache zu erlernen – und zwar ordentlich! -, der kann auch kein Deutscher sein, weil er keine Liebe zu unserem Land und unserer Kultur hat. Und fehlende Liebe läßt sich weder mit Integrationskursen noch mit Menschenrechtsbildung ersetzen.

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5 Responses to “Wer oder was ist ein Deutscher?”

  1. 1 Stefan

    gut geschrieben!

  2. 2 Guerreiro

    Richtig, ein Jeder ist im Herzen was er ist! Auch wenn Einer im falschem Land leben solte.

  3. 3 Altbaier

    Leider ist dieser komplett subjektivistische Ansatz völlig verfehlt. Die Wirklichkeit ist nicht das Produkt unserer subjektiven Wünsche und Vorstellungen, sondern das glatte Gegenteil davon.

    Friedrich von Hayek hat diesen Irrtum als „konstruktivistischen Rationalismus“ bezeichnet und als Hauptirrtum (wörtlich: WAHN !!!) der Moderne. Die Wirklichkeit und damit wir selber sind mehr und etwas anderes als der subjektive Entwurf den wir uns von ihr/uns machen. Niemand ist Deutscher, weil er Deutscher sein will und umgegekehrt wird niemand sein Deutschsein los, weil er kein Deutscher mehr sein will, wie es heutzutage an so vielen Spiessern sichtbar ist.

    • Ich würde den Ansatz nicht „rationalistisch“ nennen, sondern idealistisch.

      Als Vertreter des Liberalismus war von Hayek freilich dagegen, weil er ja ebenso dem Materialismus anhing, wie die Sozialisten, deren Kollektivimus er verurteilte. Recht hatte er allerdings, als er in ‚Der Weg zur Knechtschaft‘ feststellte, daß der Nationalsozialismus seinen Ursprung im Sozialismus hatte.

      Ansonsten ist es so, daß wir heute wohl gar nicht darüber diskutieren müßten, was ein Deutscher ist, wenn die Bundesrepublik nicht maßgeblich von liberalen Dogmen geprägt gewesen wäre.

  4. 5 brueckenbauer

    Hayeks Einwand trifft auf die Volksgruppen so nicht zu, weil die Gruppen eben Willensgemeinschaften sind – Menschen, die Gemeinsamkeiten entwickeln und aufrechterhalten, weil sie zusammengehören wollen.
    Aber dies vorausgesetzt kann man Hayeks Argument natürlich sinngemäß anwenden: Ob jemand den ernsthaften Willen hat, mit den anderen zusammenzugehören, ist objektiv beurteilbar und nicht bloß eine Frage der Selbstkonstruktion.


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