Präses der Evangelischen Kirche Westfalen betätigt sich als Geschichtsrevisionist

08Okt09
Präses der Evangelischen Kirche Westfalen Alfred Buß

Alfred Buß

In seinem Artikel Integration: Schuld liegt nicht allein bei Zugewanderten stellt sich der Präses der Evangelischen Kirche Westfalen und Vorsitzender der Kommission für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Alfred Buß gegen Sarrazin. Er will nur “soziale Probleme” sehen.

Wenn also türkische Schüler deutsche Lehrerinnen mit Sprüchen wie „Du Schlampe hast mir gar nichts zu sagen!“ brüskieren und beleidigen oder „Scheiß-Deutsche“ in öffentlichen Verkehrsmitteln zusammengetreten werden, dann handelt es sich hierbei also allein um ein soziales Problem.

Wer etwas anderes sagt oder auch nur denkt, der ist – ein Nazi und hat es verdient, wenn er zusammengestiefelt wird.

Sakralisierte Argumentationsschablonen wie die von Herrn Buß sind wohl der eigentliche Grund, weshalb die Integration nicht vorankommt. Statt des schulischen Lernstoffes lernen die Kinder so nämlich nur Ausreden, weshalb irgendwer anderes als sie selbst die Schuld für ihre schulischen Mißerfolge trüge.

Die Halbwahrheiten von Herrn Buß beginnen aber schon früher. So setzt er etwa den Begriff ‘Gastarbeiter’ in Anführungszeichen, um augenzwinkernd zu sagen, daß die Gastarbeiter natürlich schon damals als Migranten hätten bezeichnet werden müssen. Was für ein schwerer und unverzeihlicher Fehler, daß das erst jetzt so praktiziert wird – wir haben Schuld auf uns geladen!

Herr Buß redet auch davon, daß die türkischen Gastarbeiter „angeworben“ worden seien. Das ist eindeutig falsch. Sie wurden uns von der türkischen Regierung mit diplomatischer Unterstützung der USA aufgenötigt, um die Türkei als NATO-Land zu stärken. Die damalige Bundesregierung hatte das lediglich abgenickt. Das steht sogar in der Wikipedia zum Begriff Gastarbeiter:

Der Anstoß ging jeweils von diesen Ländern selbst aus, die mit der Entsendung von Arbeitskräften eigene Probleme zu bewältigen suchten. So wollten sie die heimische Arbeitslosigkeit reduzieren und ihre aus der westdeutschen Exportstärke erwachsenen Devisenschwierigkeiten lösen.

Federführend war seinerzeit auch nicht etwa das Wirtschaftsministerium, sondern das Außenministerium. Insgesamt lief das etwa nach dem selben Muster ab, wie heute das mit der EU-Mitgliedschaft der Türkei. Die will auch niemand haben. Trotzdem wird es uns aufgedrängt. Gegen den Willen des Volkes. Und in 20 Jahren wird es dann heißen, die Bundesrepublik hätte „ein Interesse“ an der Mitgliedschaft der Türkei gehabt.

Per Email kann der Präses unter Sekretariat_Praeses@lka.ekvw.de erreicht werden.

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