Wahl einer Frau zur Ratsvorsitzenden der EKD kann bei Lutheranern zur Konversion zu Orthodoxie und Katholizismus führen

17Dez09

Moskau, 17. Dezember, Interfax – Die Unzufriedenheit bei den Lutheranern über die Wahl Margot Käßmanns zur Ratsvorsitzenden der EKD kann zu einer Zuwendung ihrer Gemeindemitglieder hin zu traditionelleren christlichen Kirchen führen, glaubt man beim Orthodoxen Fachverband.

„Der Niedergang protestantischer Gemeinden, wie er in weiblichen Bischöfen zum Ausdruck kommt, ist eine Chance für die Zeugen der Orthodoxie in Europa. Alle Lutheraner klaren Verstandes werden sich der Orthodoxie zuwenden, wie das auch schon der Führer im Weltkirchenrat und ehemalige Pastor Karl Felmy getan hat. Er wurde orthodoxer Christ und Theologe,“ heißt es in der am Donnerstag an Interfax-Religion zugesandten Stellungnahme des Verbandes.

Karl Christian Felmy

Karl Christian Felmy

Gemäß des Verbandes ist es bei Protestanten weitaus wahrscheinlicher, daß sie sich der Orthodoxie als dem Katholizismus zuwenden, weil „das Dogma der Unfehlbarkeit der Stein des Anstoßes zwischen Lutheranern und Katholiken ist.“

„Daß die Lutheraner zu ihren Ursprüngen zurückkehren ist unwahrscheinlich, deshalb sollten Katholiken dem orthodox-lutherischen Dialog mit Sympathie gegenüberstehen, weil es für Lutheraner besser ist, eine traditionelle Kirche zu wählen, als der finale Niedergang und Säkularisierung“, glauben die Autoren des Dokuments.

Gemäß der Stellungnahme hat auch der russische Staat ein Interesse an der orthodoxen Mission in Europa, weil „Konvertiten zur Russischen Kirche auch russophil werden.“

Die Autoren regen die Durchführung eines „Kirche-Öffentlichkeit-Staat“-Kongresses mit Vertretern traditioneller Werte in Moskau an, der christliche Konvertiten aus Europa anziehen sollte und Russland als Schutzhort traditioneller Werte bestätigt.

„Wir sollten deshalb hier und jetzt einen theologischen Dialog mit Lutheranern beginnen, die mit dem Phänomen weiblicher Bischöfe unzufriedenen sind und orthodoxe Texte ins Deutsche und andere europäische Sprachen übersetzen,“ glauben die Autoren.

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2 Responses to “Wahl einer Frau zur Ratsvorsitzenden der EKD kann bei Lutheranern zur Konversion zu Orthodoxie und Katholizismus führen”

  1. 1 Jens

    Naja man halt als Lutheraner auch die möglichkeit sich einer Freikirche anzuschließen wo es solche verfehlungen nicht gibt. Hier möchte ich die SELK als beispiel nennen. Dort bin auch ich Mitglied.


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