Am 22. September empfing der Heiligste Patriarch von Moskau und ganz Russland Kyrill den Rektor der Universität von Freiburg (Schweiz) – Guido Vergauwen, den Rektor des Ostkirchlichen Instituts Regensburg (Deutschland) – Nikolaus Wyrwoll, und die Professorin der Universität von Freiburg – Barbara Hallensleben. Das Treffen fand in der Arbeitsresidenz des Patriarchen statt. Der Priestermönch Phillip (Rjabych), der Vertreter des Vorsitzenden des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, hat ebenfalls an der Sitzung teilgenommen. Continue reading ‘Der Heiligste Patriarch Kyrill traf die Leitung der Universität von Freiburg und des Ostkirchlichen Instituts Regensburg’


Außerhalb Bayerns glauben Viele, „im schwarzen Bayern“ sei die Welt noch in Ordnung. Weit gefehlt! Wo noch vor zwanzig, dreißig Jahren, die Kirche den Ton angab, haben heute die vielzitierten „68er“ die Fäden in der Hand. Man gibt sich freilich Mühe den Schein zu wahren, damit irgendwie alles so aussieht, wie Touristen aus aller Herren Länder es eben erwarten, wenn sie ihr mühsam erarbeitetes Geld in den Freistaat bringen. Wenn aber die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr bei ihrem Umzug statt des gewohnten Gott mit dir du Land der Bayern die Internationale spielt, dann fängt man eben doch an zu Rätseln, ob sich hinter der selbstironisch gemeinten Einordnung der CSU als Herz-Jesu-Marxisten nicht vielleicht eine tiefere Wahrheit verbirgt. Nun könnte man den Christsozialen zwar nicht nachsagen, daß sie den kulturpolitischen Durchmarsch der braun-, rot- und grünlackierten Nazis bejubeln würden, aber ein Rezept dagegen haben sie bislang jedenfalls nicht gefunden. Continue reading ‘Akademisches aus Regensburg’


Mit diesem Satz glaubt Günter Verheugen ein schlagkräftiges Argument für den von den Bundesbürgern mehrheitlich abgelehnten EU-Beitritt der Türkei zu haben:

Ich glaube nicht, dass eine künftige Bundesregierung die Verantwortung dafür übernehmen will, dass die Türkei für den Westen verloren geht.

Anlaß ist die bei den Koalitionsverhandlungen zwischen FDP und CSU neu aufgeflammte Debatte. Die CSU fordert, daß im Koalitionsvertrag „ein striktes Nein“ festgeschrieben werden soll und steht an der Stelle immerhin zu dem, was sie während des Wahlkampfes versprochen hatte. Continue reading ‘Die Türkei war nie Teil des Westens’


Offenbar haben viele Probleme damit, zu verstehen, was Thilo Sarrazin überhaupt gemeint hat. Hier ein Absatz aus dem Interview:

Die Stadt hat eine überdimensionierte Infrastruktur für 4,5 Millionen Menschen, das sieht man an der Breite der Straßen. Die Stadt hat einen produktiven Kreislauf von Menschen, die Arbeit haben und gebraucht werden, ob es Verwaltungsbeamte sind oder Ministerialbeamte. Daneben hat sie einen Teil von Menschen, etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden, zwanzig Prozent leben von Hartz IV und Transfereinkommen; bundesweit sind es nur acht bis zehn Prozent. Dieser Teil muß sich auswachsen.

Dieses „Auswachsen“ ist als Perspektive im Sinne eines Zurückstutzens der „überdimensionierten Infrastruktur“ zu verstehen, die er als ehemaliger Finanzsenator von Berlin kritisiert hatte. Continue reading ‘Wen Sarrazin eigentlich kritisiert hat: die Migrations- und Integrationsindustrie’


Präses der Evangelischen Kirche Westfalen Alfred Buß

Alfred Buß

In seinem Artikel Integration: Schuld liegt nicht allein bei Zugewanderten stellt sich der Präses der Evangelischen Kirche Westfalen und Vorsitzender der Kommission für Migration und Integration der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Alfred Buß gegen Sarrazin. Er will nur “soziale Probleme” sehen.

Wenn also türkische Schüler deutsche Lehrerinnen mit Sprüchen wie „Du Schlampe hast mir gar nichts zu sagen!“ brüskieren und beleidigen oder „Scheiß-Deutsche“ in öffentlichen Verkehrsmitteln zusammengetreten werden, dann handelt es sich hierbei also allein um ein soziales Problem.

Wer etwas anderes sagt oder auch nur denkt, der ist – ein Nazi und hat es verdient, wenn er zusammengestiefelt wird.

Sakralisierte Argumentationsschablonen wie die von Herrn Buß sind wohl der eigentliche Grund, weshalb die Integration nicht vorankommt. Statt des schulischen Lernstoffes lernen die Kinder so nämlich nur Ausreden, weshalb irgendwer anderes als sie selbst die Schuld für ihre schulischen Mißerfolge trüge.

Die Halbwahrheiten von Herrn Buß beginnen aber schon früher. So setzt er etwa den Begriff ‘Gastarbeiter’ in Anführungszeichen, um augenzwinkernd zu sagen, daß die Gastarbeiter natürlich schon damals als Migranten hätten bezeichnet werden müssen. Was für ein schwerer und unverzeihlicher Fehler, daß das erst jetzt so praktiziert wird – wir haben Schuld auf uns geladen!

Herr Buß redet auch davon, daß die türkischen Gastarbeiter „angeworben“ worden seien. Das ist eindeutig falsch. Sie wurden uns von der türkischen Regierung mit diplomatischer Unterstützung der USA aufgenötigt, um die Türkei als NATO-Land zu stärken. Die damalige Bundesregierung hatte das lediglich abgenickt. Das steht sogar in der Wikipedia zum Begriff Gastarbeiter:

Der Anstoß ging jeweils von diesen Ländern selbst aus, die mit der Entsendung von Arbeitskräften eigene Probleme zu bewältigen suchten. So wollten sie die heimische Arbeitslosigkeit reduzieren und ihre aus der westdeutschen Exportstärke erwachsenen Devisenschwierigkeiten lösen.

Federführend war seinerzeit auch nicht etwa das Wirtschaftsministerium, sondern das Außenministerium. Insgesamt lief das etwa nach dem selben Muster ab, wie heute das mit der EU-Mitgliedschaft der Türkei. Die will auch niemand haben. Trotzdem wird es uns aufgedrängt. Gegen den Willen des Volkes. Und in 20 Jahren wird es dann heißen, die Bundesrepublik hätte „ein Interesse“ an der Mitgliedschaft der Türkei gehabt.

Per Email kann der Präses unter Sekretariat_Praeses@lka.ekvw.de erreicht werden.


Unter Nationales Manifest gibt es die hier entstandene Übersetzung jetzt als PDF.


Die Benennung der Berliner NPD eines „Ausländerrückführungsbeauftragten“ und eine Briefkampagne hat für Erregung gesorgt, bei der davon die Rede ist, daß auf „rassistischen Ressentiments“ aufgebaut werde. So will es die Amadeu-Antonio-Stiftung sehen, die seit Ausrufung des seither mit Steuergeldern geführten „Kampfes gegen Rechts“ – anläßlich des ja von Arabern begangenen Brandanschlages auf eine Synagoge in Düsseldorf am 3. Oktober 2000 – der Hauptprofiteur des einseitigen Vorgehens gegen politischen Extremismus ist und sich beim Vorgehen gegen islamisch motivierten Antisemitismus – ihrer eigenen Befangenheit wegen! – als unfähig erweist. Continue reading ‘Wer oder was ist ein Deutscher?’